Duschen ist Routine – meist so selbstverständlich, dass Temperatur und Dauer eher Gewohnheit als Entscheidung sind. Dabei gibt es zu beiden Punkten Empfehlungen von Fachleuten.

Dieser Beitrag fasst zusammen, was zu Wassertemperatur, Dauer und Häufigkeit empfohlen wird, und zeigt, wie das Eincremen danach sinnvoll anschließt.

1. Wassertemperatur: eher warm als heiß

Die Techniker Krankenkasse gibt in ihrem Ratgeber zur Körperpflege die Empfehlung von Hautfachleuten wieder: Das Wasser sollte eher warm als heiß sein. Begründet wird das damit, dass heißes Wasser Haut und Haaren natürliche Fette entzieht.

Eine feste Gradzahl nennt der Ratgeber nicht. Als praktische Orientierung dient: angenehm warm, nicht so heiß, dass die Haut danach deutlich gerötet ist.

Nach dem Duschen noch kurz kalt nachzuspülen ist Geschmackssache. Wer es mag, kann es tun; wer friert, lässt es.

2. Dauer und Häufigkeit

Laut demselben Ratgeber empfehlen Fachleute eher zwei bis drei Duschgänge pro Woche mit einer Dauer von sieben bis zehn Minuten. Viele duschen häufiger, etwa nach dem Sport oder aus beruflichen Gründen. Wer das tut, kann zumindest bei Temperatur und Dauer ansetzen.

Auch das Reinigungsprodukt spielt eine Rolle. Worin sich Seife und Syndet unterscheiden, steht im Beitrag zum hautneutralen pH-Wert. Warum es überhaupt getrennte Produkte für Körper, Haar und Gesicht gibt, erklärt der Beitrag zu Duschgel, Shampoo und Gesichtsreiniger.

Bei der Dauer zählt die Zeit unter dem Wasser, nicht die im Badezimmer. Sparsam dosiertes Duschgel reicht meist aus.

3. Abtrocknen und Nebenschauplätze

  • Handtuch: ein eigenes, sauberes Handtuch verwenden und regelmäßig waschen.
  • Gründlich: auch Hautfalten und die Zwischenräume der Zehen abtrocknen.
  • Gesicht: Für das Gesicht gibt es eigene Reinigungsprodukte, die du am Waschbecken oder unter der Dusche verwenden kannst – so wie es der Hersteller vorsieht.
  • Haare: Wie du Shampoo aufträgst, steht im Beitrag Shampoo anwenden.

4. Wann eincremen

Die meisten Körperpflegeprodukte sind laut Hersteller für die gereinigte Haut gedacht. Direkt nach dem Duschen ist deshalb ein naheliegender Moment: Die Haut ist sauber, und das Eincremen lässt sich ohne zusätzlichen Schritt in die Routine einbauen.

  • Abtrocknen: Die Haut mit einem sauberen Handtuch abtrocknen, bevor du die Pflege aufträgst – es sei denn, der Hersteller nennt etwas anderes.
  • Menge: lieber wenig nehmen und bei Bedarf nachlegen.
  • Häufigkeit: Der Ratgeber der Techniker Krankenkasse nennt für den Körper zwei- bis dreimal pro Woche als in der Regel ausreichend.

Welche Rolle Fettstoffe und Feuchthaltemittel in einer Lotion spielen, erklärt der Beitrag Feuchtigkeit oder Fett.

Die Menge richtet sich nach der Fläche und nach der Textur des Produkts. Eine flüssige Lotion lässt sich auf großen Flächen wie Beinen und Armen leichter verteilen als eine feste Butter. Trägst du zu viel auf, bleibt ein Film zurück, und Kleidung kann Produkt aufnehmen. Dann lohnt es sich, ein paar Minuten zu warten, bevor du dich anziehst.

5. Ein Beispiel für die Pflege danach

Als Beispiel dient hier die body lotion classic von Santaverde. Laut Herstellerangabe (Stand der Herstellerseite 30.09.2026) beginnt die INCI mit Aloe Barbadensis Leaf Juice, gefolgt von Kokosöl (Cocos Nucifera Oil), Mandelöl (Prunus Amygdalus Dulcis Oil) und Öl aus Samen der Färberdistel (Carthamus Tinctorius Seed Oil). Zur Anwendung nennt der Hersteller sinngemäß: auf die gereinigte Haut auftragen und sanft einmassieren.

Am Ende der Liste stehen Parfum und Duftstoffe wie Coumarin, Geraniol, Limonene und Linalool; das Parfum ist laut Legende der Herstellerseite ein natürlicher Duft. Was diese Angaben bedeuten, steht im Beitrag mit oder ohne Duft. Wie sich Lotion, Creme und Butter unterscheiden, erklärt der Beitrag zu Texturnamen.

Ein Beispiel für die Körperpflege nach dem Duschen

Santaverde body lotion classic, 150 ml. Eine Körperlotion, die laut Herstellerangabe auf die gereinigte Haut aufgetragen wird. Stand der Herstellerseite 30.09.2026. Vollständige Angaben, aktueller Preis und Grundpreis auf der Produktseite.

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6. Was diese Empfehlungen leisten

Temperatur, Dauer und Häufigkeit sind allgemeine Orientierungswerte für die alltägliche Körperpflege. Sie ersetzen keine Beratung, wenn die Haut dauerhaft auffällig ist.

Auch die Jahreszeit spielt eine Rolle: Im Winter bei trockener Heizungsluft greifen viele eher zu reichhaltigerer Pflege als im Sommer. Hier gilt, was sich für dich im Alltag bewährt.

Wichtig einzuordnen

Bei anhaltenden Hautbeschwerden gehört die Frage in ärztliche Hände. Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung.

Merken

Eher warm als heiß, eher kurz als lang – und eincremen, wenn die Haut sauber und abgetrocknet ist. Die Anwendungsangabe des Herstellers geht allgemeinen Tipps vor.

Die Kurzfassung: Eher warm als heiß, eher kurz als lang duschen und danach die Pflege auf die saubere Haut geben – so passt das Eincremen ohne Zusatzaufwand in die Routine.

Quellen

  1. Techniker Krankenkasse, „Warm oder kalt, viel oder wenig – so geht Körperpflege“, tk.de, abgerufen am 30.09.2026.
  2. Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 über kosmetische Mittel, Art. 19 Abs. 1 Buchst. g (Liste der Bestandteile) und Art. 33 (Glossar der gemeinsamen Bezeichnungen von Bestandteilen).
  3. Herstellerangaben Santaverde zu body lotion classic (INCI, Füllmenge, Anwendung), santaverde.de, abgerufen am 30.09.2026.

Redaktionelle Prüfung: 01.10.2026, AF – Produktangaben (INCI-Auszüge, Füllmenge, Anwendung) am 30.09.2026 gegen die Produktseite abgeglichen, Fach- und Rechtsangaben gegen die genannten Quellen geprüft, keine Wirkaussagen. Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische oder rechtliche Beratung.